In diesem Tutorial - wie es der Name bereits verrät - richte ich einmal den Fokus auf das Auge. In dieser "Großaufnahme" beschreibe ich euch Schritt für Schritt (m)eine Art ein Auge zu zeichnen.
    Beginnen wir wieder einmal mit dem Grundaufbau und zeichnen das Auge grob in seinen Proportionen. Wie auch beim Mund-Tutorial beschrieben ist es für den Anfang nicht so wichtig, wenn nicht jeder Strich exakt verlaufen ist. Entscheidend ist, dass die Relation stimmig ist. Spaßeshalber zeichne ich sogar ein paar Wimpern, auch wenn diese bei Zeiten durch wischen verschwunden sein werden.

    Augenbrauen skizziere ich mir immer als "Block", um diese für den Anfang hauptsächlich am entsprechenden Ort und in ihrem Verlauf festzulegen. Wie aus diesem "Block" dann eine Partie aus der Summe filigraner kleiner Haare wird, erkläre ich später.



    Es gibt, wie ich bereits Eingangs erwähnt habe, für fast alles verschiedene Herangehensweisen. Eine z. B. ist die Darstellung von Lichtreflexen auf dem Auge, sprich auf der Pupille und/oder der Iris. Ich persönlich bevorzuge die Variante, die entsprechenden Bereiche von Anfang an gleich frei/weiß zu lassen und höchstens immer mal wieder die Kanten nachzuradieren falls nötig. Dabei lasse ich immer lieber etwas mehr Platz für den Lichtreflex, als später zu wenig und taste mich zu gegebener Zeit an die richtige Proportion heran. Andere Möglichkeiten sind z. B. das generell nachträgliche Herausradieren oder gar - bei dickeren/stärkeren Papierbögen - das abschaben der oberen Papierschicht. Diese Methode wird auch gern bei dem Herausarbeiten heller Haarstränen angewandt.

    Die obere Wimpernpartie und die Lidfalte sind - selbst bei überbelichteten Bildern - immer dunklere Stellen, weshalb ich diesen beiden unbedenklich schon jetzt einen dunkleren Konturstrich verpassen kann. Außerdem beginne ich dadurch auch bereits mein "zittriges" Skizzieren in klarere Linien umzuwandeln.



    Langsam wird es Zeit, ein bisschem mehr "Leben" reinzubringen. Und wie machen wir das? Richtig! Wir brauchen Tiefe! Ergo müssen wir schattieren, um von dieser 2-dimensionalen Strichelei zu einer räumlich wirkenden Oberfläche zu gelangen. Also strichel ich mir zwischen oberer Wimpernkante und Lidfalte eine Linienschraffur, welche ich noch ein wenig weiter auslaufen lassen, weil sich in diesem Bereich häufig Schatten befindet - hervorgerufen durch die Wölbung den Schädelknochen unter der Braue sowie der noch "auslaufenden" Augenfalte der Haut.

    An der unteren Wimpernkante strichel ich mir ebenfalls eine Linienschraffur. Diese setze ich allerdings leicht schräg nach hinten verlaufend an. Das hat zwei ganz einfache Gründe. Erstens verkürzen sich die ersten (links beginnenden) Striche von alleine und Zweitens wirkt es letztlich weicher beim Verwischen und passen sich dem allgemeinen Verlauf des Auges besser an, da dieses ja keilförmig zusammenläuft.





    Nun geht es wieder ans Verwischen. Also nehme ich mir wieder den Wischstift und ziehe zwischen oberer Wimpernkante und Lidfalte immer quer über den Strich nach Außen weg. Am Ende wische ich noch in einen Bogen für die Augenfalte der Haut. Und auch die Schraffur an der unteren Wimpernkante verwische immer den bogenförmigen Verlauf dieser Kante folgend und auch in die Augenfalte rein. Schließlich sind Schatten meist etwas weiches und gleichmäßiges.

    Die Falte wo die Tränendrüse ihren Ausgang findet gestalte ich mir immer gerne so zwischen durch Strich für Strich. Also wundert euch nicht, wenn diese Falte scheinbar sporadisch und willkürlich Gestalt anzunehmen scheint.



    Das nun an der Wischstiftspitze haftende Graphit verteile ich auf dem Bereich zwischen Lidfalte und Augenbraue. Natürlich reicht das an der Spitze haftende Graphit meist nur für ein paar Wischzüge. Dann "fülle" ich diese improvisierte Mine wieder auf, indem ich einfach nochmal über die versichte Schraffur wische. Dies mache ich dan solange, bis ich mit dem Bereich zwischen Lidfalte und Braue zufrieden bin. Sollte diese Fläche dennoch ein wenig fleckig werden und lässt sich auch mit dem Wischstift nicht sanft auf einen Grauton angleichen, helfe ich dann meist mit einem Finger nach. Durch diese Methode des - ich nenne es mal - "Graphit im Bild weitertragen", muss ich nicht erst mit dem Bleistift vorschraffieren. Das hat den Vorteil, dass dieser Bereich auch gleich heller ist und ich nicht erst mit hartnäckigen einzelnen Bleistiftstrichen kämpfen muss, die sich optisch schlecht "weg"wischen lassen.

    Ebenfalls die untere Schraffur verwische ich nun noch weiter nach unten, um diese weicher zu machen und nicht wie einen kantigen Klotz aussehen zu lassen. Auch hier verwende ich wieder das noch an der Wischstiftspitze haftende Graphit und zeichne damit den Schatten des Tränensackes.



    Bis auf die kleine flüchtige "Ecke" der Außenkante der Iris rechts oben, welche ich kurz mit dem Radiergummi ausbessern muss, lasse ich die bereits bestehende Linie und zeichne gefühlvoll einfach eine sauberer verlaufende zweite Linie darauf. Damit spare ich mir nicht nur wieder überflüssiges radieren, sondern erhalte gleichzeitig eine volle und weiche Außenkante der sog. Regenbogenhaut. Das Gleiche mache ich auch bei der Pupille - einfach nur drüberzeichnen.
    Die Ausrichtung des Stränensack-Schattens, ist mir - wie ich feststellen muss - beim ersten Versuch nicht ganz gelungen. Also verwische ich das Graphit von der ursprünglichen Stelle links-hoch in Richtung der neuen Position und auch immer ein bisschen mit runter. Denn wir wollen ja weiche und real wirkende Hautpartien. Hier ist auch das Graphit der (vorerst letzten) Wimpern ganz praktisch, um diese Fläche zu verwischen. Sollte das nicht ausreichen, muss man einfach noch mal ein kleines bisschen mit dem Bleistift auftragen. Dies ist vorallem im Bereich der Nasennebenhöhle notwendig, weil sich dort bei den meisten Menschen eine schattenreichere Wölbung auf Grund des Überganges zur Nase befindet.

    Jetzt kräusel/strichel ich je einen kleinen Balken auf die Kante der oberen Wimpern sowie auf die Lidfalte und ziehe diese Balken mit dem Wischstift bogenförmig ab - also weg von der Kante. Ich habe in dieser Abbildung die einzelnen Vorgänge gleich mal zusammen dargestellt. Aber der Reihe nach: Wie gesagt, Balken auf die Kanten. Hinten an der Wimpernkante sieht man, wie sich das Graphit durch das Verwischen verteilt. An dieser Stelle natürlich nicht vergessen, auch wieder schön die Augenfalte zu bedienen. Und an der Lidfalte ist das fertige Ergebnis dieses Arbeitsschrittes zu sehen. Wie es dann aussehen wird, wenn auch die Wimpernkante verwischt sein wird, zeigt sich dann im nächsten Bild.
    Und auch die Augenbraue bekommt nun ihre erste Füllung und damit eine Grundierung, welche später dafür sorgen wird, dass die Braue voller und natürlicher aussieht. Nur kurz nach hinten (entlang des Haarstriches) verwischt und soweit erstmal fertig.





    Kommen wir nun zur Iris. Es mag vielleicht den Einen oder Anderen geben, der glaubt, dass dies mit der schwierigste und/oder zeitaufwändigste Teil wird. Diese Annahme kann ich jedoch entkräften, denn gerade die Iris geht (zumindest bei mir) eher am zügigsten. Und weil die einzelnen Arbeitsschritte für sich vom Aufwand her eher minimal, aber dennoch so wichtig sind, habe ich mir für diese Fächerdarstellung entschieden, um euch den Fortschritt aufzuzeigen. Dass ich jetzt einen blauen Farbstift benutze hat den einfachen Hintergund, dass dies meinem Wunschergebnis für das fertige Bild entspricht. Zusätzlich ermöglicht dies eine meines Erachtens bessere optische Veranschaulichung - die Herangehensweise unterscheidet sich jedoch nicht zu der bei einer reinen Bleistiftnutzung.
    Zuerst ziehe ich die kurz vorher schön weich und "sauber-rund" gestaltete Außenkante der Iris mit dem Blau nach. Anschließend strichel ich mir genau wie Speichen in einem Rad, Linien vom (gedachten) Mittelpunkt (in der Pupille) nach außen zur Außenkante der Iris.

    Diesen Vorgang wiederhole ich, diesmal jedoch nur auf der äußeren Hälfte der Iris (mittlere Abbildung). Dabei versuche ich (gefühlvoll, nicht krampfhaft) in die Lücken der ersten Linien zu zeichen, damit dieser Bereich gleich voller wirkt. An dieser Stelle gilt es allerdings bereits wieder den (Haupt)Lichteinfall zu berücksichtigen, weshalb ich die Striche im nordwestlichen Bereich kürzer und im südöstlichen Bereich länger zeichne. Schließlich wird das Auge im nordwestlichen Teil mehr beleuchtet und fällt im südöstlichen Teil dunkler aus. Der Lichtreflexpunkt befindet sich ja nicht grundlos im nordwestlichen teil.
    Als letzten Arbeitsschritt in dieser Runde stichel ich noch einen dritten und ganz kurzen Kranz und verstärke damit scheinbar nur noch die Außenkante ein klein wenig als eigentlich die Innenfläche der Iris zu gestalten.



    Als nächstes bekommt die Pupille ihre Füllung. Hierfür verwende ich einen spitzen 7B-Bleistift, um erstmal den Pupillenpunkt sauber und klar abgrenzen zu können. Ich hätte auch den 8B-Stift nehmen können, aber der war im Gegensatz zum 7er grad (noch) nicht gespitzt und ist auch schon mehr abgenutzt - letztlich egal, hauptsache dunkel. Danach wechsel ich wieder auf meinen 2B-Bleistift und strichel ganz sanft! um die Pupille herum. Durch den minimalen Druck und die Werkstoffeigenschaft von (nicht-glattem) Papier sieht es wie gespränkelt aus.
    Ok, wir nähern uns der Realismuswirkung. Wenn ihr euer Auge mal ganz nah im Spiegel betrachtet, werdet ihr einige winzige punktartige Flecken bemerken, welche ich nun mit Bedacht und nicht überladen über die Iris verteilt mit einem 2B-Stift einzeichne. Um die Wölbung der Iris noch mehr hervorzuheben, akzentuiere ich die Außenkante noch ein wenig mit dem Bleistift. Dies darf nicht (allzu) gleichmäßig und nicht entlang der gesamten Außenkannte sein, da es sonst zu statisch wirkt. Auch hier gilt es wieder den Lichteinfall zu berücksichtigen, wodurch der Südosten dunkler werden darf/muss. Durch das "fetthaltige" Material, was durch den Farbstift auf dem Papier abgelagert wurde, lässt sich das Graphit schön weich auftragen.

    Bevor wir das Innere des Auges wieder verlassen und uns erneut den Details und Feinheiten auf Hautebene zuwenden, betrachten wir die rechte Abbildung. Ich habe hier die erste Ausarbeitung der (ich nenn sie mal) Tränenfalte gezeichnet. "Erste Ausarbeitung" bedeutet, dass ich immer wieder nochmal ganz beiläufig Ergänzungen und Anpassungen vornehmen werde - meist einfach nur wegen der Hell-Dunkel-Anpassung zum Umfeld.
    Auch dem Augapfel habe ich nun endlich räumliche Wirkung verliehen, indem ich Schattierungen auf beiden Seiten gesetzt habe. Diese Schattierungen erfordern ein hohes Maß an Feingefühl, da sonst der Augapfel zu dunkel werden würde. Ich zeichne also mit einem 2B-Bleistift entsprechend der Wölbung hauch dünn ein paar Striche hin und verwische diese mit dem kleinen Finger in Richtung Iris. Ich zeichne auch immer lieber nur wenig hin und verwische dadurch wenig und wiederhole diesen Vorgang besser ein paar Mal, als mir das Bild an dieser Stelle u. U. irreparabel zu versauen. Hierfür empfielt es sich, vorher auf einem kleinen Schmierzettel zu üben. So, nun noch ein paar dünne Äderchen aus Richtung Tränenfalte kommend aufs Papier gehaucht und ich bin (vorerst) fertig.



    Nachdem ich nun mit dem eigentlichen Auge erstmal soweit bin, dass man es - von kleineren Nachbesserungen im Nachhinein abgesehen - durchaus schon mal Auge nennen kann, geht es wieder ans Werk die Umgebung zu gestalten. Dieser Vorgang ist dem Schninken recht ähnlich, auch wenn es hier wirklich nur Schatten ist. Ich fange mit der Lidfalte an und ziehe dort mit einem 5B-Bleistift einen deutlichen Strich, der an den Enden verjüngend ausläuft. Auf diesen Strich schraffiere ich mir noch eine kleine Fläche, um diese dann nach oben zu verwischen - ein kleines bisschen natürlich auch nach unten verwischen.
    Ich habe versucht diese Prozedur mal in einem Bild darzustellen. Rechts ist die (Grund)Linie, links kommt die Schattenfläche auf die Linie und in der Mitte verwische ich diese Schattenfläche nach oben. Das Verwischen nach unten fehlt auf diesem Bild, sieht es aber auf der nächsten Abbildung. Abschließend wird erneut eine leichte aber deutliche Linie auf die Lidfalte gezeichnet.

    Auf dem unteren Augenlid schraffiere ich mir ebenfalls noch eine Schattenfläche (5B) "unter" die demnächst dort entstehenden Wimpern. Diese Schattierung hat den Grund, die nach unten verlaufende Fläche ein bisschen von der kleinen Partie, die (mehr oder weniger waagerecht) zum Auge führt, optisch zu trennen und den wenn auch geringen Schatten der unteren Wimpern zu simulieren. Deshalb verwische ich diese Schraffur auch hauptsächlich nach unten und nur ganz leicht auch nach oben (bzw. perspektivisch zum Auge hin), um einen weichen Übergang zu erhalten.





    Auf der (Wimpern)Kante des oberen Lides wiederholen wir den Linie-Schattenfläche-Verwischen-Vorgang - ausgenommen das Verwischen nach unten (nur zur Sicherheit erwähnt). Sämtliche Arbeitsschritte, die in diesem Bereich mit Wischen zu tun haben müssen jetzt abgeschlossen werden, weil ich dann die Wimpern einzeichne. An diesen Stellen kann ich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verwischen oder ich verwische auch die Wimpern mit, was allerdings nicht zu gut wäre, da ich Wimpern mit einer dunklen 8B-Note zeichne und das richtig dunkle Flecken verursachen würde.
    In der Tränenfalte passe ich erneut das "Helligkeit"sverhältnis zur Umgebung an, indem ich die Fläche an den entsprechenden Stellen dunkler gestalte und damit die ganzen kleinen Knubbel sowie das darauf reflektierende Licht besser darstelle. Außerdem zeichne ich noch dünne Konturlinien zwischen Augapfel und Unterlid.

    Auf den Bereich, den ich schon mal als Untergrund für meine Augenbraue schattiert habe, zeichne ich nun Haar für Haar die Augenbraue. Die Wuchsart und der Aufbau einer Braue kann sich von Mensch zu Mensch ziemlich unterschiedlich ausprägen, weshalb es dafür keine so ganz richtige Faustregel gibt, wie man Augenbrauen zeichnet. Das wiederum hat den Vorteil, dass man da recht kreativ zeichnen kann. Dennoch gibt es eine grob vereinfachte "Anleitung" für das Zeichnen von Augenbrauen. Dafür verlaufen ganz viele kleine und leicht gebogene Striche in Schräglage aus Richtung Nase zur Schlefe und "kippen" zunehmend um, wie die Steine beim Domino.
    Ich zeichne allerdings eine Augenbraue, bei der die Wuchsrichtung auch von oben in Richtung Brauenmitte und nach hinten verläuft. Damit erziele ich eine eher schlanke (gezupfte) Augenbraue - schließlich fehlen die sonst so typischen Merkmale einer natürlichen Braue. (So manche Frau wird wissen, was ich damit meine.) Würde am Anfang der Braue hauptsächlich nur eine Wuchsrichtung (von links unten nach rechts oben) zeichnen, wäre das Ergebnis in seiner Wirkung eher eine breitere und größere Augenbraue.



    Es ist soweit - als krönenden Abschluss "setze" ich die Wimpern auf die Lider, wie das Dach aufs Haus. Ab jetzt muss der Bleistift immer spitz sein! Mit einem 8B-Bleistift sowie mit dem Gefühl und der Ruhe eines Chirurgen zeichne ich mir erst mal "grob" ein paar bogenförmige Striche hin, die meine sog. Hauptwimpern darstellen sollen - also die größten und markantesten Wimpern. An dieser Stellen kann man sich auch entscheiden, ob man lieber geschminkte oder eher ungeschminkte Wimpern zeichnen möchte. In der Regel bieten sich aber die geschminkten Wimpern an, weil diese durch die Wimperntusche (wie beabsichtigt) fülliger werden und sich meist auch besser zeichnen lassen - erst Recht, je kleiner die Augendarstellung auf dem Bild wird. Beim Einzeichnen der Wimpern auf dem unteren Augenlid achte ich darauf, damit nicht direkt am Augapfel zu beginnen, sondern erst auf Höhe der vorher erarbeiteten Schattenfläche. Außerdem zeigt sich schon beim zeichnen der Hauptwimpern (wie später auch bei der rechten Abbildung), dass die untere Wimpernpartie im Vergleich zur Oberen immer lichter ausfällt. Wenn nicht, wird es unter Umständen seltsam aussehen.

    An diese Hauptwimpern hafte ich jetzt von links und/oder rechts kommend weitere Wimpern an - so wie eben Wimpern durch die Tusche miteinander "verkleben". Wimpern, die unmittelbar nebeneinander wachsen und zusammenhaften simuliere ich mit einem dickeren Wimpernstrich, der immer ein wenig keilförmig verläuft. In die Lücken zeichne ich noch kurze und mittlere zusätzliche Wimpern ein. Für die kleinen bzw. dünnen Wimpern - vorallem auf dem unteren Augenlid - nutze ich nur noch einen Druckminenbleistift mit 0,3 mm Stärke.
    Mit diesem Druckminenbleistift "zuckel" ich auf die Haut des unteren Augenlides auch gleich noch die kleinen feinen Fältchen. Auch wenn jede Frau etwas gegen Falten hat und deshalb Cremes und sonstwas nutzt, ohne diese Fältchen würde Realismuswirkung verloren gehen bzw. unerschlossen bleiben, und das Bild würde immer wie eines dieser Fernsehzeitungscoverpüppchen (aus Plastik) aussehen, die man mit einem Bildbearbeitungsprogramm gezüchtet hat. Ergo: Falten gehören dazu, wie das Salz in die Suppe.

    FERTIG! Jetzt - so finde zumindest ich - ist ein Stadium erreicht, an dem man auch schnell ein Bild zerbessern kann, weshalb ich das Augen-Tutorial an dieser Stelle schließen werde. Ich hoffe es war verständlich und kann euch (weiter)helfen.

    PS: Hat jemand mitgezählt, wie oft ich radieren musste? Natürlich habe ich hin und wieder kleinere Unsauberheiten an Kanten behoben, aber einen nennenswerten Einsatz des Radiergummis konnte ich mir ersparen, weil ich die Unebenheiten der Skizzierung als Grundierung nutzte und damit einen weichen Übergang erhalten habe.